Dylan Talk Nr. 21: OH MERCY

Shownotes

Der Grüne Nationalrat und Zürcher Stadtratskandidat Balthasar Glättli, geboren 1972, kannte Bob Dylan zuerst nur aus dem Pfadi-Liederbüchlein. Dann aber entdeckte er auf dem Album Oh Mercy einen komplett anderen Dylan – und begann, sich für dessen Texte zu interessieren. Der Song Political World, der die Machenschaften derjenigen anprangert, die an der Macht sind, widerspiegelte auch Glättlis Unbehagen. Zudem waren Ende der 80er-Jahre Themen wie das Waldsterben, Tschernobyl und Schweizerhalle in den Schlagzeilen. Das Gefühl, die Welt gehe bald unter, veranlasste Glättli, sich politisch zu engagieren, und zwar bei der Grünen Partei.

Sollen sich Künstler wie Bob Dylan explizit politisch äussern und engagieren? Balthasar Glättli ist der Meinung, sie sollten Utopien schaffen und uns zeigen, dass es neben den alltäglichen Problemen noch andere Dimensionen gibt. Das Regime von Nützlichkeit und Effizienz sei immer wieder zu hinterfragen. Ob das mit expliziten Texten oder Aufrufen geschehe, sei eher zweitrangig.

Das Gespräch mit Balthasar Glättli verlief entlang der Songs Political World, Sweetheart Like You, Ring Them Bells, Black Rider und The Times They Are A-Changin’, die Lukas Langenegger sang und spielte.

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