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Dylan Talk Nr. 26: ROLLING THUNDER

Dylan Talk Nr. 26: ROLLING THUNDER

77m 48s

Wie fühlt es sich an, wenn einer, der in musikalisch-poetisch-philosophisch höheren Sphären zu Hause ist, in die Niederungen des Alltags hinabsteigt und sich ausnahmsweise mal mit normalen Menschen abgibt? Was bleibt zurück nach Begegnungen mit einem Musiker, der ohne Rücksicht auf das Publikum inmitten einer Band performt, deren Mitglieder keine Ahnung haben, worauf der Leader im Moment gerade hinauswill?

Scarlet Rivera und Rob Stoner, die Geigerin und der Bassist und Bandleader, die Bob Dylan während der Aufnahmen des Albums Desire und auf der Tournee Rolling Thunder Revue vor 50 Jahren begleitet haben, erinnern sich: Es sei wichtig, so Stoner, schnell...

Dylan Talk Nr. 25: THE WATCHTOWER

Dylan Talk Nr. 25: THE WATCHTOWER

61m 8s

Der Weg zu Bob Dylan führte für Cyrill Camenzind über einen Umweg. Als Gitarrist war er ursprünglich Fan von Eric Claptons Gruppe Cream oder von Jimi Hendrix. Dessen Version von All Along the Watchtower hatte es ihm besonders angetan. Später entdeckte er Bob Dylans Alben John Wesley Harding und Nashville Skyline für sich. Als Country-Fan, der in Nashville das Handwerk des Sound-Engineers gelernt hatte, fühlte er sich von Dylan in jener Phase von dessen Schaffen direkt angesprochen. Aber auch Slow Train Coming gehört zu seinen Lieblingsalben, vor allem wegen des unverwechselbaren Sounds, zu welchem Camenzinds Gitarren-Held Mark Knopfler wesentlich beigetragen...

Dylan Talk Nr. 24: KREUZ, WORT & RÄTSEL

Dylan Talk Nr. 24: KREUZ, WORT & RÄTSEL

63m 23s

Balts Nill, der Multi-Instrumentalist und Mitbegründer der Band Stiller Has, begegnete Bob Dylans Musik zum ersten Mal in den Sechzigerjahren, als eine österreichische Radiomoderatorin einen gewissen ‘Bob Dailen’ ansagte. Aber das gespielte Lied, vermutlich war es Blowin’ In the Wind, hat Balts damals nicht speziell interessiert, waren doch bei ihm eher die Beatles im Vordergrund. Richtig Feuer gefangen hat Balts Nill erst mit dem Album Desire, das in seiner damaligen WG ständig lief. «Bei Dylan hatte ich meistens einige Jahre Verspätung», sagt er heute.

«Was mich bei Dylan immer umgehauen hat, ist die Intensität und die Artikulation.» Lange hätte er nicht auf die...

Dylan Talk Nr. 23: HOMESICK

Dylan Talk Nr. 23: HOMESICK

61m 24s

Hanspeter ‘Düsi’ Künzler kennt die Musik von Bob Dylan, seit er 14 Jahre alt ist. Wigwam aus dem Album Self Portrait schaffte es 1970 in die Schweizer Hitparade und weckte seine Aufmerksamkeit. Mit dem Song All the Tired Horses präsentiert er uns einen der aussergewöhnlichsten Songs, der je in einem Dylan Talk zu hören war.

Später entdeckte Düsi Desire, eine Platte, die ihm nur schon wegen Scarlet Riveras Violinensound gefiel. Endgültig zum Dylan-Fan wurde er aber erst 2002, als im Lärm eines vollbesetzten Zürcher Clubs plötzlich der Subterranean Homesick Blues ertönte. Düsi kaufte sich in der Folge gleich 10 Dylan-Alben....

Dylan Talk Nr. 22: I CONTAIN MULTITUDES

Dylan Talk Nr. 22: I CONTAIN MULTITUDES

63m 32s

Stephan Eicher schockiert das Publikum gleich zu Beginn: «Bob Dylan ist ein Arschloch! Johann Sebastian Bach auch! Chet Baker, Leonard Cohen, Kuno Lauener – was soll ich da noch auf einer Bühne? Die sind alle so gut, dass ich mich nicht traue, am Morgen aufzustehen und etwas zu machen! Ich hätte vielleicht lieber auf meine Eltern hören und Drogist werden sollen.» Aber es gehe doch darum, die Angst zu überwinden und ins Leben hineinzuspringen. Einfach mal machen.

Im Talk in der Café-Bar Nordbrücke vermischen sich die Themen. So wie sich bei Dylan – wie auch bei Eicher – die Charaktere...

Dylan Talk Nr. 21: OH MERCY

Dylan Talk Nr. 21: OH MERCY

62m 44s

Der Grüne Nationalrat und Zürcher Stadtratskandidat Balthasar Glättli, geboren 1972, kannte Bob Dylan zuerst nur aus dem Pfadi-Liederbüchlein. Dann aber entdeckte er auf dem Album Oh Mercy einen komplett anderen Dylan – und begann, sich für dessen Texte zu interessieren. Der Song Political World, der die Machenschaften derjenigen anprangert, die an der Macht sind, widerspiegelte auch Glättlis Unbehagen. Zudem waren Ende der 80er-Jahre Themen wie das Waldsterben, Tschernobyl und Schweizerhalle in den Schlagzeilen. Das Gefühl, die Welt gehe bald unter, veranlasste Glättli, sich politisch zu engagieren, und zwar bei der Grünen Partei.

Sollen sich Künstler wie Bob Dylan explizit politisch...

Dylan Talk Nr. 20: CHIMES OF FREEDOM

Dylan Talk Nr. 20: CHIMES OF FREEDOM

72m 32s

Der ehemalige Pfarrer der Kirche St. Peter in Zürich hat Dylan während der letzten Jahrzehnte unterschiedlich wahrgenommen und geschätzt. Im Song Chimes of Freedom sieht er Parallelen zur Bergpredigt, in denen die Verbundenheit zu den leidenden Kreaturen im Mittelpunkt steht. Anderseits kritisiert Greminger Bob Dylans christlich-missionarische Phase, in welcher dieser für sich in Anspruch nahm, die alleinseligmachende Wahrheit gefunden zu haben.

Versöhnt habe ihn das Album Desire, das er später in seiner Plattensammlung wiederentdeckte. Das Lied Sara habe Greminger motiviert, einige Dylan-Lieder auswendig zu lernen. Öffentlich gesungen habe er diese Dylan-Songs nie, obwohl er sich vorgenommen hatte, nach der Pensionierung...

Dylan Talk Nr. 19: POLITICAL WORLD

Dylan Talk Nr. 19: POLITICAL WORLD

63m 53s

Die Tagesschau-Journalistin und Moderatorin Cornelia Boesch singt seit 30 Jahren in der Band «Soul Jam». Die Musik zum Beruf zu machen, war nie ihr Wunsch. Viel lieber macht sie Musik aus Lust und Leidenschaft – und aus Freundschaft zu den anderen Bandmitgliedern. Den Einstieg zu Bob Dylan fand sie weniger über die Musik als über seine Texte, über die man streiten und in die man eigene Bilder hineininterpretieren kann. Der »Verwirrungsfaktor» in Dylans Songs sei irgendwie faszinierend, findet sie. Die Songs, die Cornelia Boesch ausgesucht hat und die Lukas Langenegger interpretiert, sind: Maggie's Farm, Political World, The Groom's Still Waiting...

Dylan Talk Nr. 18: DR LIEBGOTT ISCH DERBY

Dylan Talk Nr. 18: DR LIEBGOTT ISCH DERBY

79m 55s

Gleich zu Beginn des Gesprächs lobt Franz Hohler Bob Dylans Talent, scheinbar Banales wie der Satz ‘Die Zeiten ändern sich’ in Poesie zu verwandeln. Hohler erkannte schon früh die Qualität von Dylans Texten und gab 1974 auf seiner LP I glaub jetz hock i ab zwei schweizerdeutsche Übertragungen seiner Lieder heraus, nämlich von Blowin’ in the Wind und With God on Our Side. Beide trägt er, gemeinsam mit Lukas Langenegger, auf Schweizerdeutsch bzw. Englisch) vor.

Franz Hohler erzählt, wie er Songs (auch von Frank Zappa, den Beatles oder Woody Guthrie) so umdichtete, dass man meinen könnte, sie gehörten zu unserem Kulturgut. Hemmungen, einen so berühmten Poeten...

Dylan Talk Nr. 17: THINGS HAVE CHANGED

Dylan Talk Nr. 17: THINGS HAVE CHANGED

76m 56s

Jürg Halter hat 2010, damals noch als "Kutti MC", einen Track mit dem Titel I cha nid rappe, Bob Dylan nid singe veröffentlicht. Das ist natürlich arg untertrieben, denn der Spoken-Word-Künstler kann sehr wohl rappen. Ob Dylan mit seinem Subterranean Homesick Blues den ersten Rap der populären Musik hervorbrachte, wie manchmal behauptet wird, bezweifelt Halter allerdings. Viel älter sei die Tradition des Talking Blues mit seinen freien Melodien und den streng rhythmisch gesprochenen Texten. 

Bob Dylan sei immer eine Zumutung gewesen, meint Jürg Halter. Für Leute, die in der Kunst Ablenkung oder die Bestätigung von Erwartungen suchten, sei er vermutlich ein...