Dylan Talk Nr. 28: LIVE IN ZÜRICH
Shownotes
Am Sonntag, 1. November, kurz vor Bob Dylans Konzert im Zürcher Hallenstadion, trifft man sich zum Dylan Talk im Studio von Radio SRF 1. Ein Gespräch mit Dominic Dillier von der SRF-Musikredaktion, Manfred Papst, ehemaliger Kulturchef der NZZ am Sonntag, Jean-Martin Büttner, der seit mehr als 30 Jahren über Dylan schreibt und Anne, einer Radiohörerin, die ihr Konzertticket an einer Verlosung gewonnen hat.
Während Dillier begründet, warum er auf das aktuelle Konzert verzichtet, wirft Papst einen Blick auf Dylans aktuelle Tour und gibt zu, neugierig gespannt zu sein auf das, was der alte Meister bieten werde. Büttner sieht sich mit einigen seiner früheren Schlagzeilen über Dylan konfrontiert und erläutert deren Hintergründe. Die glückliche Ticket-Gewinnerin sieht dem Konzert von Dylan mit Demut und Respekt entgegen. Sie erinnert sich mit Wehmut an die Aufbruchstimmung der Sechzigerjahre und wünscht sich für ihre Schüler*innen, denen sie am Folgetag vom Konzert berichten wolle, mehr Frieden auf der Welt.
Lukas Langenegger spielt Songs aus der aktuellen Setliste Dylans, gemischt mit den Wünschen der Talkgäste: It Ain't Me, Babe, The Man in Me, To Be Alone with You, Mississippi, Foot of Pride und I Shall Be Released.
Transkript anzeigen
00:00:10: Herzlich willkommen zum Dylan-Tag, Nummer ein.
00:00:13: Wir sind das Mal zu Gast im Studio von Radio SRF und es ist ein grosser Tag für alle Dylan-Fans.
00:00:20: Heute am ersten November, den Bob Dylan im Zürcher Hallenstadion spielt.
00:00:26: Ein paar Hundert Meter weg von allen, die hier in dem Studio sind.
00:00:30: Sie sind ein bisschen nervös.
00:00:31: Vielleicht ist es der Bob Dylan auch?
00:00:33: Das wissen wir nicht!
00:00:35: Bei mir im Studio sind Dylan Begeisterte, Journalisten, Musikspezialisten Oder anders gesagt Dylan-Fans, so wie ich eine bin.
00:00:42: Herzlich willkommen!
00:00:50: Ich bin Röbi Koller und wie immer bei diesen Dillentalks macht Lukas Langenegger die Musik, seine Stimme, seine Gitarren und Songs von Bob Dylan.
00:00:58: Herzlichen Willkommen, Lukas!
00:01:22: I'm not the one you need.
00:01:29: Well, You say you're looking for someone Never weak but always strong To protect
00:01:40: you and defend
00:01:43: you Whether you are right or someone to open each and every door.
00:01:54: But it ain't me babe It ain't baby.
00:02:19: Go light from match, babe.
00:02:24: Go lightly on the ground.
00:02:31: I'm not the one that's you down To say you're someone who will promise never
00:02:50: to part.
00:02:53: Someone close his
00:02:56: eyes for you.
00:02:58: Someone close
00:03:00: your heart someone who will die for you and more.
00:03:07: but it ain't me babe, it aint me.
00:03:16: oh looking for babe to go melt back into the night babe.
00:03:37: everything inside is made of stone.
00:03:44: there's nothing in here movin' anyway.
00:03:51: I'm not alone.
00:03:56: do say your lookin.
00:04:28: It ain't
00:04:53: me babe, Kurt.
00:04:54: Sie sind fast zwei Jahre zu der Setlist bei dem Konzert von Bob Dylan.
00:04:59: Bei mir ist Dominic Diller Musikredakteur von Radio SRF, die in den letzten Tagen immer wieder auf der Kanal von SRF erzählt hat, weil er einen Dylan kennen ist.
00:05:09: und du hast vor allem erzählt, dass du nicht als Konzerte gingst.
00:05:12: Und ich habe es richtig verstanden!
00:05:14: Du willst nicht hier so ... bewahren, wie du kennst von Platten richtig?
00:05:19: Von Platten, von Filmen und Büchern.
00:05:23: Ich habe jetzt ein wenig Angst.
00:05:25: Ich habe eine gute Country Blues Band gesehen mit einem Sänger, der zufällig Bob Dylan ist.
00:05:33: Wenn ich das gehört habe vom Lukas ... Ich würde lieber den Lukas schauen heute Abend oder so.
00:05:39: Aber ich glaube, du verpassest etwas.
00:05:41: Weil man sagt, die Konzerte haben sie jetzt sehr gut.
00:05:44: Ein Bekannter von mir ist übrigens mit Tony Garnier und dem Bassist der Band kurz Mittagessen.
00:05:49: Und er hat gesagt, er darf ja nichts sagen.
00:05:51: Er hat ein Non-Disclosure Agreement unterschrieben.
00:05:54: Die dürfen nicht einfach Interviews geben.
00:05:57: Soviel darf man sagen, der Dylan sieht fit.
00:06:00: Das glaube ich.
00:06:03: Ich finde alle, die gehen, das ist super!
00:06:06: Ich möchte mir, dass wir einfach nicht gehen.
00:06:11: was man erwarten
00:06:15: kann.
00:06:15: Und ich bin ja eigentlich auch in Spaten geboren, oder.
00:06:18: ich habe ein Jahrgang einen, wo ich überhaupt erst auf die Konzerte gegangen war.
00:06:22: Da sind schon die Achtzgeräte langsam zehn gegangen und das ist nicht die beste Phase von Bob Dylan.
00:06:26: Ich hatte schon ein paar Mal, hätte ich Bob Dylan das Konzert gehalten?
00:06:30: Bei uns jedes Mal nicht gegangen.
00:06:34: Aber ich verheere den Bob Dylan, vor allem seine Sixtiesalbenen alle.
00:06:40: Ja, ich finde es einfach zum Teil erfasst.
00:06:43: Grotesk, dass der immer noch auftritt.
00:06:44: Also wenn man weiss was für eine überlebensgrosse Figur hier sitzt, oder?
00:06:49: In den USA sind die Amerikaner auf dem Mond gelandet.
00:06:52: Dort hat Bob Dylan neun Platten schon draussen gekannt.
00:06:54: Sieben davon haben wahrscheinlich die Musikwelt irgendwie wirklich umkrempelt.
00:06:58: Ich weiss von seiner Bedeutung.
00:07:00: er war wichtig für Beatles Er ist wichtig für Stones und eigentlich für alle.
00:07:04: Und das der im Jahr im Jahr auch am Morgen aufstattend zeitig ist.
00:07:09: Das ist
00:07:12: schon erstaunlich, oder?
00:07:13: Und da sind auch noch neue Platten rausgegeben.
00:07:17: Die letzte gute, die ich ... Ruff and Routy Waste war jetzt auch schon ein paar Jahre lang.
00:07:22: Aber dort war es auch gut, über seventy-fünf zu
00:07:25: sein.
00:07:25: Genau!
00:07:26: Ich finde auch diese Phase, in der ich vorhin angesprochen habe, auf sixty- vierzehnt, wo man wirklich von Kreativität, also wenn die Songs nur aus dem Hause geflossen sind... Ich bin gerade auf dem Weg, an dem ich mit dem Auto gefahren bin.
00:07:44: Das ist einfach ein unglaublicher Song, das ist eigentlich die pursten Blues.
00:07:48: Und dann schrieb er irgendwie mit zuvierundzwanzig und diese Phasen der Masses of War, wenn man in der Welt wirklich etwas mitteilen wollte, das war die Phase, wo ich vom Dylan halt lieb.
00:07:58: Logisch habe ich alle Filme gesehen ...
00:08:01: Du hast mir erzählt, du bist komplett unknown.
00:08:04: Der letzte Bio-Pick mit Timo Ziccello.
00:08:06: Seigst du viermal?
00:08:08: Ja, das
00:08:09: muss wirklich ein Fan sein!
00:08:10: Ich finde es ist übrigens auch oft nicht so gut.
00:08:16: Und der ist einfach sehr gut.
00:08:18: Auch weil Dylan über seinen Schatten gesprungen ist und mit dem Regisseur James Mangold drei Nachmittage lang angekockt ist dass sie ihm wirklich erzählt, wie diese Sicks waren.
00:08:29: Er sagt z.B.
00:08:30: auch die Sicks.
00:08:31: Sie hat es gar nicht gegeben.
00:08:33: In diesem Film sieht man das auch.
00:08:34: Die Mode ist eigentlich noch die Mode der fünftiger Jahre.
00:08:38: Bis in den Führersächsjahren sind schon langsam Tipps gekommen.
00:08:44: Also die Sechziger-Mode gab es gar nichts.
00:08:45: Es ist fantastisch, dass New York zu dieser Zeit ... Heute hat Dylan aus meiner Sicht der Welt nichts mehr mitzuteilen.
00:08:53: Das ist aber völlig okay und er will einfach weiterspielen.
00:08:55: Respektiere ich völlig.
00:08:57: Ich muss es aber nicht unbedingt sehen.
00:08:58: Dominic, du hattest schon mal eine Band.
00:09:00: Purple Haze hat dich geistet.
00:09:01: Die hatte ... Ja, die habe ich
00:09:02: wieder!
00:09:03: Sogar.
00:09:04: Sie hat nicht Chimes of Freedom Geiselt oder Masters Of War, sondern die hast du nach einem Song von Hendricks benannt?
00:09:09: Ja, und die haben jetzt noch ein Song vom
00:09:10: Hendrick.
00:09:10: Was dafür ist in der grösser Fan?
00:09:13: Ich bin ein grossen Hendrics-Fan.
00:09:15: Ich bin relativ vielseitig unterwegs.
00:09:18: Ich war auch zäppelinfant.
00:09:19: Ich wurde natürlich mit den Beatles sozialisiert worden.
00:09:21: Ich habe diese Beatlesplatten, die daheim umgelegt sind hinter sie um die Führer sind gelost und mitgesungen.
00:09:27: Und es ist übrigens auch verdient, dass ich für mich völlig okay Beattles nie gesehen habe.
00:09:32: Es war einfach nach meiner Zeit, also vor meiner Zeit.
00:09:35: Ich bin zu jung zum Beattle sein gesehen.
00:09:37: Ich war ein riesiger Zeppelin-Fan.
00:09:39: Die habe ich auch nie gesehen.
00:09:40: Und ich kann gut damit ... I can dieye with a smile on my face.
00:09:43: Auch wenn mir Beattls oder Dylan nie gesehen haben.
00:09:48: Hörst
00:09:48: du trotzdem zu den Dylan-Fans, die gerne über die Bedeutung von seinen Songs und was er könnte gemeint haben?
00:09:54: Also es könnte die Hindernstecke debattiert, endlos?
00:09:58: Nein.
00:09:59: Das bin ich nicht.
00:10:00: Ich sitze oft an Abungen alleine heim, wenn meine Kinder nicht oben sind und ich trinke das Glas Rotwind oder lasse alte Life-Sachen vom Dielen ... Ich habe gerade den kleinen Sput gehabt mit dem Schommarten-Büttner, der man nachher noch gehört.
00:10:16: Weil ich sage, dass ich dann Kedilonologe bin wie nie andere.
00:10:20: Das darfst du ja auch nicht sagen.
00:10:20: Es
00:10:21: wäre doch wahnsinnig gewesen sein, da sei das übrigens auch nicht.
00:10:23: Nein, ich bin Kedlonologe, wo alle Songs ... Und ich weiss auch nicht, welche Nalbasse alle Songs sind.
00:10:29: Aber sie bedeutet mir sehr viel und ich lasse es einfach sehr gerne.
00:10:33: Dominic, du hast ... Du hast gesagt, The Man in Me.
00:10:42: Das ist ein spezieller Song, weil er im ganz speziellen Film vorkommt.
00:10:47: Ja, aber ich könnte auch etwas anderes sagen als der, den wir gerade hören.
00:10:51: Am Anfang ist es auch einer meiner Lieblingsideen.
00:10:54: Der spielt ihn nach wie vor das Live.
00:10:57: Ich habe diesen Song ausgewählt, weil er in Big Le Bowsky vorkommt.
00:11:01: Und wenn ich jetzt vorher gesagt habe, dass ich kein Dillonolog bin... ...ich bin aber ein Dudist!
00:11:04: Also Dudismus sind Fans der Big Le Bausky.
00:11:09: und das würde ich sagen, ich habe etwa zweihundertmal gesehen einen Film bei Bigle Bauski und das ist der Anfangssong, den meine ich mir.
00:11:17: Und als ich den Film damals zuerst einmal im Kino gesehen habe, war es mir gar nicht aufgefallen.
00:11:21: Ich wäre nicht darauf gekommen, dass das ein Dillonsong ist.
00:11:24: Seine Stimme klingt irgendwie etwas anders.
00:11:26: Es ist auch eine sehr fröhliche Song.
00:11:31: Also ich habe zuerst gar nicht gemerkt, dass es ein Dylan-Song ist und ich würde jetzt nicht sagen, das ist meine Lieblings-Dylan-Songs weil eben die sixty-fünf, sechzechs oder sechszeigerte Dylan- Songs sind meine Lieblingssongs.
00:11:42: Aber er hat mir eine spezielle Bedeutung für mich, weil er bei dem Film der Bigelbowsky einen tragenden Rollenspiel hatte.
00:11:48: Es waren Leute irritiert.
00:11:49: Einen, die so tolle Texte geschrieben haben von einer Siedlung mit la-la-la... Das war auch eine Provokation vom Bob Dylan.
00:11:57: Wenn wir ihn anlassen, dann werden wir ihn in mein neunzehntes siebenzig und ich bedanke mich ganz herzlich Dominic Diller.
00:12:02: Ich muss ihn redaktiv vor.
00:12:03: Adiesser App.
00:12:03: Merci!
00:12:15: La la
00:12:16: la, la la la.
00:12:34: A man in me will do a nearly any task An ask for compensation.
00:12:44: There's little he would
00:12:46: ask.
00:12:47: Take a
00:12:47: woman like you To get through to the
00:12:52: Man In Me.
00:12:57: Storm clouds are raging All around my door.
00:13:04: I think
00:13:05: too Man in mir will hide some time.
00:13:56: Wir haben
00:13:59: einen
00:14:44: Tag im Studio von Radio SRF-Eis und da sind hier handvoll Handverlässene Fans, die Tickets gewonnen haben.
00:14:53: Und es sind mich ganz schnell wundern, wer ihr eigentlich seid?
00:14:55: Wie heisst du?
00:14:56: Peter.
00:14:57: Warum hast du mitgemacht bei diesem Wettbewerb?
00:14:59: Ein grosser Dylan-Fan?
00:15:01: Ich
00:15:01: bin relativ alt, ich habe da
00:15:04: ... Was heisst relativ alt?
00:15:06: Sechs und siebenzig.
00:15:07: Der Herr Dylan ist noch älter, aber er lebt eigentlich von Jugend auf mit.
00:15:12: Du kannst jetzt zuerst mal an ein Konzert gehen?
00:15:14: Ich
00:15:15: habe früher nicht unbedingt das so verfolgt, aber es ist erst einmal jetzt.
00:15:19: Und die Gewinne ist noch viel schöner, oder?
00:15:22: Hoffen wir, dass du nicht enttäuscht bist!
00:15:23: Wie heissest du?
00:15:25: Laura.
00:15:25: Du gehst zum Radio, ich darf dich gar nicht fragen.
00:15:29: Also gut, dann gehe ich dahinter.
00:15:31: Ihr seid zusammengekommen?
00:15:32: Zeig mal, wie heisst ihr hier?
00:15:33: Ich bin auch Alti.
00:15:35: Ich bin Céline.
00:15:36: Sie sind relativ jung ... Warum habt ihr mitgemacht?
00:15:42: Ich war im Wettbewerb online und bin im Bett gelegen.
00:15:47: Und da musste man eines gesehen haben, um den Frauf mitgemachten zu können gewinnen.
00:15:53: Was erwartest du?
00:15:56: Ich glaube, das kommt gut.
00:15:57: Ich finde es sehr cool, dass ich hier sein darf und begleiten bin.
00:16:00: Und ich freue mich mega auf euch!
00:16:02: Aber keine grosse Erwartung.
00:16:03: Ich weiss nicht so recht, was kommt und wie es könnte sein?
00:16:06: Ich lasse mich überraschen, aber ich glaube, es wird mir gefallen...
00:16:10: Das ist eine gute Haltung, wenn man an ein Stillen-Konzert geht.
00:16:12: Wenn man sagt, ich lasse sich überraschern, weil oftmals sind Überraschungen nicht immer gute, aber eben, wie wir gehört haben, es könnte gut kommen.
00:16:21: Ich rede nachher mit einem, der schon viele ... Der Konzert von Bob Dylan.
00:16:25: Er kann uns einen Überblick geben und einordnen, was er in den letzten Jahren mit Manfred Papst gemacht hat – früher Kulturschef bei der NCC am Sonntag.
00:16:38: Zwischendien lassen wir aber noch einmal eine Song.
00:16:40: Einer, die auch im Moment ... Auf der Playlist, auf der Setlist ist es bei ihm To be alone with you.
00:16:45: Ich habe etwas Interessantes gelesen, dieser Song wurde sich einige Mal ge covered und unter anderem vom Brüder von Mick Jacker vom Chris Jacker also.
00:16:53: er hat einmal ein ganz stilles Album rausgegeben, ich lerne ihn immer wieder neu.
00:16:58: Bitte schön Lukas to Be Alone With You aus dem Album National Skyline.
00:17:14: I won't you
00:17:14: tell me it's true?
00:17:18: Ain't that a way it ought to be To hold each other tight The whole night through?
00:17:29: Everything is always right When i'm alone with you.
00:17:37: To be alone With you At the close of day With only you in view While evening slips away It only goes too short.
00:18:43: Der
00:19:00: Mann Fred Papst ist bei mir, früher eine Kulturchef bei der NCZ am Sonntag.
00:19:05: To be alone with you aus dem Album Nashville Skyline ist eine Song, die nicht rätselhaft ist.
00:19:09: Ich habe mir zwei Ziele rausgeschrieben.
00:19:18: Klar, kann man sie sagen von Verschlüsselung oder so.
00:19:21: Ist da kein Rede?
00:19:23: Nein überhaupt nicht!
00:19:24: Das ist ja auch ein schöner, dass es bei Dylan so verschiedene Songs gibt.
00:19:28: Es gibt Sötige, die voll vor versteckten Zitaten und Anspielungen sind und Sötigen, die einfach eine ganz simple Geschichte erzählen.
00:19:37: Ich möchte mit dir über die Live-Auftritte von Dylan reden.
00:19:39: Du hattest ihn, glaube ich, mehr als dreisigmal gesehen ... Ich
00:19:42: habe es nicht erzählt.
00:19:43: Ja, das sind wahrscheinlich nicht ganz so viele.
00:19:48: Wann hast du angefangen, in den neunzigen Jahren?
00:19:51: Ja.
00:19:51: Einen neunzig, das war der Pop-Dillens erste Konzert im Hallestadion in Zürich und mit meinen ersten Dillen.
00:19:58: Wie
00:19:58: war es für dich damals schon?
00:20:01: Ja, die Glühende-Fan schon seit der Gimmi-Zeit sind in den Sechzigern Anfang des Siebenzeigenjahres alle Platten hundertmal gelosen.
00:20:13: Die Texturbuch stabiliert mich.
00:20:17: Und aber relativ spät zum ersten Live-Erlebnis zu kommen.
00:20:23: Schon Martin, der man nachher noch gehört hat – z.B.
00:20:26: mit dem legendären, neunzeihachtensiebendige Konzert im Black Busch erlebt und diese Phase kenne ich nur von Bootlegs.
00:20:37: Und wie war es das erste Mal?
00:20:38: Das erste Mal den Meister selber zu sehen und zu hören ...
00:20:42: Ein Schock und gleichzeitig beglückend, weil er so viel raucher war als ich es mir vorgestellt habe.
00:20:50: Soviel brachialer, wirklich mit physisch spürbaren Energie Wenn man so eine Jahrhunderte Figur auf der Bühne sieht, das ist ein heiliger Schauer.
00:21:10: Ist mir etwas ergriffen?
00:21:12: Absolut!
00:21:13: Ist es wie ein Hochamt für die Katholiken?
00:21:17: Ja, es hat diese Seite.
00:21:19: Er ist ein unfassbarer Charismatiker, aber was darüber aus dem Konzert so faszinierend macht für mich ist, dass er sein Material eben nicht einfach reproduziert, sondern es immer wieder anders arrangiert, anders angeht und in seinen eigenen Songs ganz neue Schichten und Facetten frei leiden.
00:21:45: Das werden wir übrigens auch heute Abend erleben!
00:21:49: Ganz sicher wird der Tangled Up beim Bluespieler, nachdem was man von jetzt an der aktuellen Tournee weiß.
00:21:55: In einer ganz langsamer, dreiten Version, die zum Teil fast stille steht und umgekehrt Not Dark Yet, die greifende Ballade aus Time Out of Mine spielt er jetzt also eine munterie Abtempo-Nummer.
00:22:12: Es ist unfassbar, was er aus seinem Material immer wieder ...
00:22:18: Das heisst also Leute, die die Platte kennen wie du damals, wo alle sind und auswendig mehrmals gehört haben.
00:22:24: Die wäre natürlich die Verschrecken vielleicht das erste Mal weil etwas zu mitsingen ist es nicht.
00:22:31: Nein, das finde ich aber auch toll an ihm.
00:22:35: Ich weiss, es gibt Leute, die betouren, dass er nicht zum Publikum spricht und keine Chee-Up-Sachen macht.
00:22:43: Das muss ja nicht sein – von mir ist es auch nicht!
00:22:45: Aber es ist kein einziger Song, den wir von der Melodie halbwegs wiedererkennen würden.
00:22:51: So habe ich eine Erinnerung der Konzerte.
00:22:53: Es
00:22:53: gab eine Phase, die unter den Stuck wirklich versagt hat.
00:22:57: Aber das ist schon länger her.
00:23:01: Jetzt nähert er sich auch mit der D-Mut von einem VIII-Jährigen im unfassbaren Lebenswerk.
00:23:12: Kritiker haben sich einfach daran gewöhnt, um zu schreiben.
00:23:16: Er konstruiert das Zeug mehr, er kennt es nicht mehr.
00:23:19: Aber wenn wir ein wenig aufmerksam lassen, stimmt eigentlich nichts.
00:23:22: Was sagst du aus seiner Stimme?
00:23:24: Es wurde immer wieder gesagt, dass er Hustig, Rechte sein, Möhne ... Ich weiss auch nicht, was alles für Werbe gebraucht wurde.
00:23:33: Auch dort gab es diese Phase sicherlich, aber jetzt zingt er eigentlich wieder näher an der Melodie.
00:23:39: Ich finde, die Stimme hat sich erstaunlich gut gehalten für eine feuerverdachtsgärige.
00:23:46: Vielleicht lebt der auch gesünder als auch schon?
00:23:49: Dass das vielleicht dazu dreht.
00:23:52: Ausserdem hat er jetzt Textblätter vor sich und man muss nicht mehr fürchten, dass er durcheinander macht mit den Strophen.
00:24:01: Und das gibt ihm wahrscheinlich auch dann Sicherheit, um sich auf Frasierungen zu konzentrieren.
00:24:08: Sehr persönlich.
00:24:09: Aber noch vor einem Monat hast du in einem Artikel geschrieben, ein Besuch von deinem Dillenkonzett könnte heutzutage eine Form des Katastrophentourismus sein.
00:24:21: Magst du dich nicht mehr erinnern?
00:24:23: Ich
00:24:23: glaube nicht, dass ich das Wort gebraucht habe.
00:24:28: Es ist eine gefährliche Sache.
00:24:31: Man weiss nicht, was einem erwartet hat ... gute und schlechte Tage.
00:24:37: Aber was ich jetzt ... Und ich muss ehrlich sagen, wo die Ankündigung gekommen ist im Spazummer bin, habe ich gemischt.
00:24:45: Ich fühle mich wie Dominic.
00:24:48: Ich weiss nicht, soll ich mir das noch antun?
00:24:52: Jetzt ist er ja seit Anfang Oktober unterwegs.
00:24:55: Man kann die Sachen anlassen im Internet.
00:24:57: Und ich bin durchweg positiv überrascht von diesen neuen Sachen.
00:25:03: Was weiss man über Band?
00:25:07: Zum Teil die Bewertiband, also Tony Garnier ist ja der Tierinstellte.
00:25:12: Die Bassist wahrscheinlich von allen Zeiten und Völkern am Schlagzeug Anton Fick auch ein Routinier.
00:25:21: Und dann hat er zwei Gitaristen, die beide ausgewachsen sind.
00:25:24: Das muss irgendeinen Krach gehen haben im Sommer.
00:25:27: Seine beiden Gitarist waren vor fünf Jahren in einem Abstand von zehn Tagen vorgelaufen.
00:25:34: Da mussten wir es vor einem Tag auf den anderen.
00:25:36: Ersatz suche, hat dann verschiedene News probiert.
00:25:40: Und jetzt hat er vor allem einer dabei erneuert.
00:25:45: Der heißt Mike Seel und der ist erstens wirklich ein sehr tolles elektrischen Solo-Gitarist.
00:25:54: Aber was eigentlich noch bemerkenswert ist, Dylan Lattern zu machen.
00:25:58: Er hatte ja früher auch tolle Gitaristen.
00:26:02: Charlie Sexton oder Larry Campbell, Luther ja ... Riesen!
00:26:06: Aber die haben Stoys den Rhythmus gespielt und Dylan hat in der Quinterparallelle nur gurgelt und seine eigenen Sohle gespielt.
00:26:15: Und jetzt komischerweise, ich weiss auch nicht was.
00:26:18: Was passiert ist, der Mike Sill lässt ihn machen.
00:26:22: Es gab sogar bei den letzten Konzerten einen Szenen-Applaus nach dem Solo.
00:26:26: Das gab es in Jahrzehnten nicht beim Dylan.
00:26:31: Und das stimmt mich jetzt auch sehr frohe erwartungsvolle Fötabung.
00:26:36: Und
00:26:36: Dylan spielt nicht mehr Gitarren?
00:26:38: Er ist ja nicht mehr am Flügel.
00:26:39: Er ist jetzt am E-Piano oder am Keyboard.
00:26:42: Was bedeutet
00:26:44: das?
00:26:44: Da kann man weniger Unheil anrichten.
00:26:47: Beim Klavier hat er wirklich oft hörbar.
00:26:49: einfach den Eiffel kaufen.
00:26:50: Das ist eine
00:26:51: Frage der Mischung, wir bekommen auch ein Keyboard-Laut für eine Mische.
00:26:54: Ja ja aber irgendwie haben sie jetzt so den Rank gefunden.
00:26:57: Etwas noch zu dem Show?
00:26:59: Also Show ist auf jeden Fall das falsche Wort weil es ist ... Man machts Licht an und dann spielt's.
00:27:04: So habe ich das Erlebnis immer noch so oder?
00:27:06: Ja!
00:27:07: Und das ist auch eine von Dylan seiner wunderbaren Ironie.
00:27:10: auf der Plakate steht damit es Bob Dylan nennt his band in und in Concert.
00:27:16: Und die Show ist dann vielleicht das Mal von einem Bein aufs andere Start, aber ich finde es eigentlich gut, dass es kein Element gibt, keine Lightshow, keine Gewitter mit Einspielungen.
00:27:33: Handi-Verbot.
00:27:34: Und es ist einfach ehrliche Kuchikasalinga, weisst du?
00:27:37: Es ist ein nötig künstlicher Drei-Gemix oder so.
00:27:42: Aber etwas ist interessant.
00:27:43: Handi Verbot muss das ... Ich war schon die letzte ... Vor zwei Jahren im Konzert.
00:27:48: Man tut das in einem Büttel und nimmt das mit dem Bütteln verschlossen.
00:27:51: Trotzdem gibt's praktisch nach jedem Konzern irgendwie auf YouTube eine Aufnahme!
00:27:56: Ja, du kannst als ein der Hände zeigen und das von deinem Hosenbein hast du nicht.
00:27:59: Ah,
00:28:00: guter Tipp!
00:28:00: Da muss ich aber noch eines kaufen.
00:28:04: Danke vielmals.
00:28:05: Manfred, du wirst dir auch eine Song gewünscht.
00:28:06: Und zwar aus dem Null-Eis-Abum Love and Theft Mississippi.
00:28:12: Warum?
00:28:12: Das ist eine meiner Lieblings-Songs, sowohl von der Musik als auch vom Text.
00:28:18: Es hat eigentlich so eine biografische Grundierung.
00:28:21: Es gibt so tolle Ziele wie ... I grew up in a country, i've been living in the towns.
00:28:31: I have been in trouble ever since I set my suitcase down.
00:28:35: Das ist so ein starkes Bild.
00:28:36: also der Moment wo ich den Koffer abstelle fängt die Lämpen an, fängt Schwierigkeiten an oder dann hat es sich läuft und das Herbst laubt and then so many things will never do.
00:28:48: I know you're sorry, i'm sorry too.
00:28:50: Also eine Bilanz von einer Jahrzehnte langen Liebesbeziehung.
00:28:54: Wir werden die Sachen nicht mehr ungeschehen machen und wir können sagen es tut uns beiden leid.
00:28:59: Wie man das sagt in den zwei Zielen finde ich so unglaublich gut.
00:29:04: Und dann der rätselhafte Referent ist jetzt auch wieder typisch... Dillen-Devo, weisst du Sachen von Neumetz nimmt.
00:29:12: Du fragst dich wieso jetzt Mississippi?
00:29:14: Ich bin in Mississippi ein Detolang.
00:29:17: Das ist eine nünze siebnervierziger Gefängnis-Song, die er einfach diese Ziele wirklich übernimmt und die steht hochironisch.
00:29:25: das ist jemand der dort eingebuchtet ist auf der Parchment Farm, den berühmten Gefängnissen und sagt, also der einzige Fehler, den ich gemacht habe am Tag zu lange in Mississippi bliebe... Dann haben sie mich peckelt.
00:29:39: Ich danke dir vielmals, Manfred und ich wünsche dir auch ein gutes Konzert!
00:29:43: Merci vielmals!
00:30:17: A more games
00:30:28: to play,
00:30:31: a trapped in the heart of it Trying to get away.
00:30:37: I was raised in the country.
00:30:39: I've been working in town.
00:30:42: I have been in trouble ever since i set my suitcase down.
00:30:51: I got nothing for you and had nothing before.
00:30:58: I don't even have anything for myself anymore.
00:31:04: A sky full of fire, a pain pouring down And nothing you can sell me.
00:31:13: I'll see you around.
00:31:18: All my powers of expression and thoughts so sublime Could never do your justice in reason or rhyme.
00:31:32: Only one thing I did
00:31:35: wrong, stayed
00:31:39: in
00:31:39: Mississippi
00:31:41: a day too long.
00:31:51: Where the devil's in the alley amules in a stall Say anything you wanna.
00:32:00: i have heard it all walking through the leaves, falling from the trees feeling like a stranger.
00:32:28: nobody sees so many things that we never will undo.
00:32:40: I know you're sorry.
00:32:42: i'm sorry too.
00:32:46: some people will offer your hand and
00:32:50: someone last night.
00:32:56: I need something
00:33:01: strong to distract
00:33:03: my mind.
00:33:06: I'm gonna look at you till my eyes go blind.
00:33:13: Well, i got here following the southern star.
00:33:20: I crossed that river.
00:33:22: just be where you are.
00:33:27: Only one thing...I did wrong.
00:33:33: I stayed in Mississippi a
00:33:37: day
00:33:37: too long.
00:33:47: Well my ship splittens, and it's sinking fast!
00:33:54: Im drowning in the poison Got no future got no past About.
00:34:01: my heart is not weary
00:34:04: It's
00:34:05: life and its
00:34:06: free
00:34:06: And i've got nothing but affection For all those who sailed with me.
00:34:15: Everybody's
00:34:16: movin',
00:34:18: if they ain't already there, everybody got to move somewhere.
00:34:28: Stick with me baby, stick with me.
00:34:33: anyhow Things should start to get interesting right about now When my clothes are wet, tight on my skin But I'm not as tight as the corner.
00:34:51: and Hey, to myself in I know that fortune is waiting To be kind.
00:35:02: So give me your hand
00:35:05: And
00:35:05: say you'll be mine.
00:35:10: Well the emptiness is endless But cold as a clay.
00:35:16: You can always come back but you Can't come all the way.
00:35:23: Only one thing i did wrong.
00:35:48: Danke vielmals Lukas und ich möchte mich gerne mit dem Jean-Martin Büttner Unterhalter, Journalist schreibt über den Dylan seit mehr als dreißig Jahren.
00:35:57: Früher vor allem für der Tagessatzeiger heute für mehrere Schweizer Zeitungen.
00:36:02: Wir haben abgemacht dass wir ein Spiel machen will du immer wieder Knappige Schlagziele und überraschene Formulierungen gefunden hast, wenn es um Rockmusik ging.
00:36:12: Ich behalte jetzt mal vor allem mit dem Dylan.
00:36:14: Habe ich gedacht, ich tue dir ein paar Kleumtorenhauern zu schauen was du dazu sagst?
00:36:19: Zum Beispiel im Jahr zwölf.
00:36:22: Wer ihn von zwei Mordentnaten in Motto erleben musste, dann musste zum Schluss kommen, dass der alte, umso gleichgültiger reagiert, je ergriffener die Ferrerer zu ihm aufschauen.
00:36:34: Das ist bis heute so ... Und das ist eine der grossen Ironien, die Dylan verdreht, Bewunderung überhaupt nicht.
00:36:42: Das ist mit dem Grund, warum Washington Nobelpreis zuerst gar nicht angenommen hat und sich total verweigert hat.
00:36:48: Es ist ein tolles Anonymen und auch ein schreckliches.
00:36:51: Das Tolle daran ist, dass er immer wieder seine Tüter, seine Fans, seine klebrigen Fans, seinen autumen Fans voraus ist, immer wieder anders denkt, anders singt, anders spielt ... Und das Schlechte daran ist, dass er etwas auch unglaublich selbstzerstörig ist.
00:37:07: Er hatte Platinumien wie Self-Portrait, die eigentlich eine einzige Katastrophe sind und dann live ate hat er sich bodenlos planiert mit einem Auftritt, der lächelig
00:37:16: war.
00:37:17: Mit Keith Richards zusammen mit Ron
00:37:18: Wood.
00:37:19: trotzdem
00:37:19: beide tolle Musiker waren furchtbar.
00:37:21: Es gab immer wieder Platte wie Empire Ballets, z.B.
00:37:25: Platten, die schlecht waren oder mit schlechten und guten Stücken zurückhalten.
00:37:30: Die Sinnverweigerung ist eigentlich eine Liste, aber es ist auch ein Tücker!
00:37:35: Seine Konzerte sind zur Qual verkommen.
00:37:39: Selbst ihm muss klar geworden sein auf seinen endlosen Tournament, dass seine Stimme komplett hinüber ist.
00:37:45: Sie ist zu einem Japsen-Käuchenknurren und das thematischen Bellen verröchelt zu einem sägenden Kettensägenmassaker Sound bei dem Übereinstimmungen mit den Originalaufnahmen auf Zufall beruhen.
00:37:59: Das
00:37:59: habe ich auch ganz positiv über Dylan geschrieben!
00:38:03: Auf den Fall beruht es ja wahrscheinlich nicht.
00:38:05: Ich glaube nicht, dass er solche Sachen im Zufall überlegt?
00:38:09: Nein, aber das ist auch wieder das, was mich stört und mir stört auch, dass wir dann alles gut finden.
00:38:16: Als Journalist muss ich sagen, manchmal war er grossartig.
00:38:19: Ich habe ihn oft gesehen und manchmal schon furchtbar gewesen.
00:38:21: Und wenn er furchter ist, soll man das auch schreiben.
00:38:24: Es gibt übrigens auch von ihm selbst, wo es eine tolle Rede gibt, die noch nicht in Los Angeles gehalten hat, bei der er irgendeinen Preis bekommt, einfach hundert.
00:38:30: Er sagte dann auch, dass sie Schlagzeilen gelesen haben.
00:38:33: Und ich sah wie viele Leute mit mir ins Schreiben.
00:38:35: Man hatte das Gefühl, dass es ihm sehr wohl mehr wusste.
00:38:37: Er ging durch eine schwere Depression in den Nachtsjahren.
00:38:40: Er hatte Drogenprobleme oder Beziehungsprobleme.
00:38:44: durch die Hölle gegangen und das merkt man dann, aber man sollte es nicht schönreden.
00:38:48: Das ist der Grund, warum ich solche Sachen
00:38:50: schreibe.".
00:38:50: Und
00:38:50: im Jahr zwei tausendsechzehn brachte er erst auf einen Punkt.
00:38:53: Kürzer könnte man es glaube nicht mehr.
00:38:55: Bob Dylan bekommt den Nobelpreis.
00:38:57: Punkt.
00:38:58: Endlich Punkt!
00:39:00: Ja, das ist für mich ausserfragt.
00:39:03: Wie Manfred Papst gesagt hat, er ist eine Hundertfigur.
00:39:06: Er ist ein überragender Lyriker Und ich kann nie verstehen, was man so einen Unterschied macht.
00:39:12: Es ist ein Gedicht und Roman und eine gesungenen Song.
00:39:16: Das
00:39:16: haben andere Leute auch den Nobelprisy bekommen?
00:39:19: Ja
00:39:19: natürlich!
00:39:20: Und ich meine tatsächlich, dass seine Gedichte sinkt, das macht sie ja nicht weniger wertvoll.
00:39:25: Du hast zur Zeit von Time Out of Mind – das war sein Comeback – in dem Sieben und Nünze nach einer Durststrecke geschrieben, er ist verstummt und singt darüber... Ein schöner Gegensatz?
00:39:38: Ja, aber das ist etwas, was mich an ihm immer fasziniert hat.
00:39:41: Bei ihm ist sozusagen der Umgang mit Spruch sogar dort eine Art Verweigerung.
00:39:47: Wenn man es in den Songs genau anschaut sind sie unglaublich vieldeutig ambivalent und allein schon wenn er singt, ist im Singen selber auch ... eine Reflexion über das Singen, über die Sprache.
00:39:59: Und das ist der Grund, warum wir uns bis heute beschäftigen sind.
00:40:02: Kommenkünstler, die so sehr zweifeln und es nicht mit thematisieren
00:40:07: können.
00:40:07: Ein anderes Situation vom Schammertem Bündnern.
00:40:09: Jetzt müssen wir ein wenig aufpassen.
00:40:10: Es ist noch etwas verschachtelt.
00:40:12: Früher verstand man nicht was er sagte, wusste aber, was er meinte ... Heute gibt's einem umgekehrt?
00:40:19: Ja!
00:40:21: Aber es ist wirklich so, oder?
00:40:25: Das ist ja das Razzelhafte, dass er gerade mit seiner Verweigerung und seiner Ratzhaftigkeit nicht viel deutigkeiten hat.
00:40:32: Genau das erzeugt man eigentlich nicht will.
00:40:34: Nämlich, dass man sich umzuintensiv auf ihn einlott.
00:40:37: Und es gibt einen schönen Auftritt von ihm, glaube ich in Manchester, der Fünfe-Sachzig.
00:40:41: Man sagt, these are just songs!
00:40:44: Go home and read a
00:40:45: book!".
00:40:47: Da merkt man, dass sie nervt... Aber
00:40:50: so etwas nehme ich ihm gerade nicht so ab.
00:40:51: Er hätte schon immer gewusst, um sein Stellenwert.
00:40:55: Oder?
00:40:55: Ja, natürlich.
00:40:56: Es gibt eine sehr schöne, frühe Aussage von ihm und er sagt «I'm good with words».
00:41:00: Und das ist mindestens, was man sagen kann.
00:41:02: Aber gleichzeitig hätte er nie festgekriegt werden wollen und hat diese klebrige Bewunderung schon von der linken Folgpurist in den Sechzig Jahren und später von diesen Rock-Fans, die mit ihm über einen biologischen Anbau reden wollten.
00:41:17: Und dann noch später, als sich ein fundamentaler Christentum verschrieben hatte, machte er alle verrückt.
00:41:24: die Freiheit der Verweigerung.
00:41:26: Und das ist, wie ich gesagt habe, ein Liste unter Tücken.
00:41:29: Es ist an sich toll interessant aber es kann unglaublich knapfen sein.
00:41:32: Wie ist es eigentlich wenn du über den Dillen schreibst?
00:41:34: Einer, der so tolle Texte geschrieben hat?
00:41:38: Du denkst also auch noch etwas Challenge, dass man selber gerade noch besser wird schreiben als man sonst natürlich auch will.
00:41:44: Aber ist das noch etwas?
00:41:45: einer, die einem speziell kutselt?
00:41:47: Nein, Also, wenn man schreibt, soll jeder Text das Wichtigste sein, was wir hier geschrieben haben.
00:41:52: Aber über den
00:41:53: Dielen reizt es ja vielleicht nicht alles.
00:41:54: Nein,
00:41:54: nein, nein!
00:41:54: Das ist schon
00:41:55: eine originelle Zeitung
00:41:56: oder?
00:41:56: Nein, nicht speziell.
00:41:57: Die generelle Schreibung ist eine unglaubliche Herausforderung und jedes Mal denken wir am Montag nach einem Artikeln, dass es wenig gut, die nächste mal zu besser werden.
00:42:04: Also noch einmal ein Zitat, was sich an Freiheit herausnehmend kommt die Team an Disziplin abhanden.
00:42:10: Hast du glaube ich schon erklärt?
00:42:11: Ja
00:42:12: also, du bist gleich im Studio, hat so einen Album rausgegeben mit Legal im Nachhinein viel besser gesehen ist, weil es nachproduziert wurde.
00:42:22: Er war auch noch nachlässig und hat am Zeug vorbei.
00:42:25: Das ist genau das, was ich als destruktive Verleihung habe.
00:42:29: Sie ist nie und seine grossartige Eigenwilligkeit ist, die aber dann auch nochlässiger sein kann, unprofessionell und ärgerlich.
00:42:36: Eines von den Zeiten, die wirklich geblieben sind ... Die anderen musste ich etwas zusammensuchen.
00:42:40: Aber woher gebliebene ist sie da?
00:42:42: Zu wahr um schön zu sein!
00:42:44: Ich finde, dass sagt alles über seinen Stimmaus.
00:42:46: Ah, das geht um die Stimme jetzt?
00:42:48: Nicht um die Aussage.
00:42:49: Nein!
00:42:49: Ich finde
00:42:50: sie stimmt und zu warm schön zu sein.
00:42:52: Der alte Sang wie ein Totengreber und Rockter wie einen jungen Mann.
00:42:56: Das kann man gar nicht erinnern.
00:42:58: Ja,
00:42:58: aber stimmt.
00:42:59: Gut, das ist länger her.
00:43:00: Das war in der Sorge.
00:43:03: Ja genau, das war in den Sagen.
00:43:04: Und wo nicht Oscar für Things Have Changed überkommen hat ... So wie Bob Dylan aussah, sang er auch aus Sydney via Satellit.
00:43:22: zugeschaltet wurde und vorröchelte seinen Song für den Film Wonder Boys von Curtis Hansen, als wollte er – achthundert Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern am lebenden Objekt beweisen, wie sehr sich die Zeiten geändert haben.
00:43:36: Das stimmt doch alles?
00:43:37: Also dann ist es überkuglisch ja ein bisschen.
00:43:38: Nein, ich
00:43:39: meine ... Es klingt lustig, wenn man gar eine Rinderzeit hat, aber es ist tatsächlich ... Er ist so einen absolut schrägen Vogelnahm zu einem glattpolierten Oscar-Show.
00:43:50: Steve Martin hat an dieser Stelle gesagt, Bob ist in einer völlig anderen Zeit.
00:43:54: Aber das ist normal für ihn und ich denke von der Jacke genau!
00:43:57: Und abgesehen davon ist es noch interessant, dass man auch eine Kopie der Oskarheite lang auf dem Verstärker zeigt.
00:44:04: Ich glaube die Aussächnung ist von den Dillen, wo ein enormer Filmfanisch Washington Steevon in meinem Allermeister gefreut hat.
00:44:11: Es ist
00:44:11: aber auch gut zu sagen, dass die Oskars die Sättige auf die Zuhälte sind.
00:44:15: Sie haben einen Eminem zugelassen, der Saal auf eine Art gerockt hat, was man nicht vermutlich gehalten hatte in dieser polierten Show.
00:44:24: Das ist halt dort auch noch möglich.
00:44:27: Sie haben einen wahnsinnig guten Moderator, das ist Amerika.
00:44:30: Manchmal ist es einfach echt wunderbar!
00:44:31: Mensch ich habe keine Chance dort zu kommen.
00:44:38: Die Sprache klingt lakonisch-amerikanisch und Federn zugleich.
00:44:41: Der Text pulsiert im lautlosen Rhythmus
00:44:45: nicht
00:44:45: geschlagener Gitarrenseiten.
00:44:47: Das ist auch eine interessante Aussage, die du geschrieben hast.
00:44:51: Eigentlich sind das alles wiederholungen von der gleichen Erkenntnis, dass es beim Dylan sozusagen schweigen und nicht zu sagen spielen.
00:44:59: Der Nebenspieler ist genau in seiner Kunst, dass er unberechenbar bleibt in jeder Beziehung.
00:45:05: Darum freuen wir uns alle auf dieses Konzert, weil wir überhaupt nicht wissen wie es katastrophale wird – unglaublich gut!
00:45:11: Aber es gibt auch Parallelen.
00:45:12: Von mir aus sieht's um Miles Davis zum Beispiel, ein Musikerfreund hat immer gesagt los mal was er alles nicht spielt.
00:45:19: Das ist einfach der berühmteste Set von Miles Davis und ich finde das war auch von uns als Schreiber-Hilter.
00:45:24: Der Miles hat gesagt spiele nie alle Töne einer Melodie nur die wichtigen.
00:45:29: Und das macht Dylan auch und singt vielleicht nur die wichtigen Ziele seiner Texte.
00:45:33: Und er eben auch wieder ein bisschen dekonstruiert immer, irgendwo hast du noch gesagt der sang wie einen Totengräber den nicht sterben will.
00:45:40: Genau!
00:45:40: Der Totengräber der nicht sterbe will?
00:45:43: Ich meine es ist vier nach fünf nachtzig und sinkt immer noch.
00:45:45: Du hast vor, dass ein wunderbarer Album Tell of Mind erwähnt ist.
00:45:50: Dort war es für die Fünfzehn Jahre alt und dann haben wir alles gekült.
00:45:52: Das ist das Alterswerk.
00:45:54: Jede Songtöne nach Tod verlassen werden, Träume noch tagieren, Highland ... Und es ist
00:46:01: drei Jahre her?
00:46:02: Genau!
00:46:03: Man hat doch nicht gewusst, dass auch noch ein gigantisches, fantastisches Alterswagen zwei Bücherspielen schreibt, einen Film machte, eine Radiosendung, wo man ununterbrochen redet.
00:46:11: Ich dachte, da haben wir zwanzig Jahre lang keine Worte gesagt auf der Bühne.
00:46:14: Also uns bis heute überrascht
00:46:17: Und du schreibst drüber, wie bereit bist du dich auf so etwas vor?
00:46:22: Ich lese ein paar Sachen nach und lasse ein paar Stück.
00:46:26: Schreibe mir irgendetwas was ich mir eigentlich vorgestellt habe.
00:46:28: dann kommt alles anders.
00:46:29: Also du gehst jetzt ins Konzert nachher und wenn es am Elfe für Verfertigung ist oder so, dann schreibts grad!
00:46:35: Oder schläfst du sie erst drüber?
00:46:37: Nein, ich
00:46:38: schrieb schon während dem Konzern.
00:46:40: Alles das stimmt.
00:46:41: Also ich habe eine gute Frage gemacht, dass man so «Big Tonight» heiss schreibt und dann am anderen Morgen alles abkühlt.
00:46:48: Heiss schreiben und nachher alles ab kühlen?
00:46:50: Sehr schön!
00:46:50: Danke vielmals Jean-Marthe Büttner und du hast ein Song ausgesucht, von dem wir nicht so viel gehört haben.
00:46:55: Ich glaube er hat noch nicht so viele live gespielt – «Food of Pride».
00:46:59: Warum?
00:47:00: Ja es ist ein Song wo eigentlich fast so Elemente vom Hip Hop hat.
00:47:04: Das sind Sprechgesang.
00:47:06: Die Lurid hat sich eine fantastische Version um eine Luridsong gemacht Aber das gefällt mir und ich habe es deshalb ausgewählt, weil ich erst mal Lukas gesehen habe, wie er dieses Stück spielt.
00:47:15: Wo ich sehr toll finde!
00:47:17: Und zweit dann ist.
00:47:18: es zeigt wie unglaublich vielseitig der Pop-Tillenist als Somschreiber.
00:47:21: Also
00:47:22: Lukos hat ja mir gesagt Ja, erregt, da hättest du mich ein bisschen sein geleitet... ...und ich habe nachher noch gelesen, dass Dylan selber nie so viele verschiedene Takes braucht um einen Song aufzunehmen,... ...wie bei Food of Bread nämlich vier und vierzig.
00:47:33: Und dann hat das Stück nicht ausgegeben?
00:47:35: Zuerst einmal!
00:47:36: Genau!
00:47:36: Danke vielmals!
00:47:37: Schau mal den Wittner!
00:47:38: Merci vielmals.
00:47:56: Like a lion tears the flesh off of man So can a woman who passes herself up as a male.
00:48:07: They sang
00:48:07: Danny
00:48:07: Boy
00:48:08: at his funeral and her Lord's prayer.
00:48:13: A preacher
00:48:13: talking about
00:48:14: Christ betraying.
00:48:18: It is like
00:48:18: the earth just
00:48:19: opened up and swallowed
00:48:21: him up.
00:48:24: He reached too
00:48:24: high, was thrown back to ground.
00:48:29: You know what they say about being nice to the right people on their way up.
00:48:35: Sooner or later you're gonna meet them coming down.
00:48:40: Well, I ain't no goin' back Only for the pride count.
00:48:45: I ain´t no going back.
00:48:52: He got a brother named Jamestone.
00:48:54: Forget
00:48:55: faces and names.
00:48:57: Sonken cheeks
00:48:59: And his
00:48:59: blood is mixed.
00:49:02: he looks straight into the sun
00:49:05: said
00:49:05: a revenge is mine A buddy drinks and drinks can be fixed.
00:49:13: I sing me one more song about you love me to the moon and a stranger And your fall by the sword.
00:49:20: love affair with Errol Flynn.
00:49:24: In these times of compassion when conformity is in fashion Say, One more stupid thing To Me Before The Final Nail Is Driven In.
00:49:35: Well, there ain't no going back when you're
00:49:38: a foot of pride.
00:49:39: come down.
00:49:46: There's a retired businessman named
00:49:49: Rayden
00:49:52: A cast
00:49:52: out from
00:49:53: heaven and he is outta his head.
00:49:58: He feeds off on everyone that can touch him.
00:50:03: He said the only deals in
00:50:05: cash
00:50:06: or sales tickets are for plain crash.
00:50:09: He's not nobody that you play around with much.
00:50:14: A Mr Lila is his Philistine, what she is!
00:50:20: She'll do wondrous works which your faith feed You.
00:50:23: Coconopras, spice
00:50:26: buns in
00:50:26: your beer.
00:50:27: If ya don't mind sleepin' wit yo head face down on a plate.
00:50:32: Well there ain´t no goin back.
00:50:34: when your foot of pride come down There ain't no going back.
00:50:43: Well, I choose a man for you to meet tonight.
00:50:48: You play the fool and learn how walk through doors How enter into gates of
00:50:57: paradise.
00:51:00: Know how carry your
00:51:02: burden too
00:51:02: heavy be yours.
00:51:06: From a station trying
00:51:08: get water out of rocks
00:51:11: A whore will pass that hat.
00:51:13: collect one hundred grand says thanks.
00:51:17: They like to take all his money from sin, build big universities To study and sing amazing grace All the way to Swiss banks.
00:51:28: Well there ain't no going back.
00:51:31: Oh any further pride come down.
00:51:33: There ain´t no goin' back.
00:51:40: they got some beautiful people out their man.
00:51:42: They can be terror
00:51:46: to your mind And show how
00:51:48: do you hold your tongue?
00:51:51: they
00:51:51: got mystery written all over their forehead.
00:51:54: They kill babies in a crib and say
00:51:58: only the good
00:51:59: die young, they don't believe in
00:52:04: mercy but judgement
00:52:09: on them is something that you'll never see!
00:52:27: Back when your foot of pride comes down there Ain't no going back.
00:52:37: Yes I guess, i love him too.
00:52:39: I can still see him in his mind Climbing that hill.
00:52:49: Did he make you two to talk?
00:52:50: Well He probably didn't drop Struck down by strength Of the wheel.
00:53:01: Ain't nothing left here.
00:53:02: partner Just a dust of
00:53:04: a plague.
00:53:15: Vor der Freie, danke vielmals
00:53:46: Lukas Langenacker und ich habe ihr gesagt es sind hier ... Ein paar Leute, die ein Ticket gewonnen haben.
00:53:52: Ich bin in einer Verlosung von Radio SRF und eine davon ist Anné.
00:53:57: Und ich begrüße ganz herzlich Anné aus Zürich, ursprünglich aus dem Schwarzwald.
00:54:02: Du bist eine, die nicht einfach so wie die Jungfrau zum Kind kommt.
00:54:05: Du kennst dich etwas aus mit Dylan ... Ich weiss auch nicht, wie gut du kennst.
00:54:11: Also ich kenne ihn ein bisschen, aber nicht so gut natürlich wie die vorhergehenden.
00:54:16: Was die alles gesagt haben.
00:54:18: Aber es war eben meine Zeit, meine Jugendzeit oder?
00:54:23: War Bob Dylan die Songs und die Melancholie, die man dann hat, da kommt man sich irgendwie auch mit ihm in eine Melancholie hineinbegeben.
00:54:32: Wo bist denn ihr gesticke, zu welcher Zeit bist du gestickel?
00:54:36: Ich bin richtig schon.
00:54:36: vielleicht sagen wir mal ... Ja, schäschig.
00:54:42: Vielleicht ...
00:54:46: "'skeilein'
00:54:47: oder so?
00:54:48: Oder
00:54:49: John Wesley Harding und die Fasernum.
00:54:52: Ganz früh hast du den Blick später
00:54:54: gehört?"
00:54:54: Habe
00:54:54: ich später gehört und dann hat mir die Stimme sehr gefallen.
00:54:58: Die gingen in die Seele.
00:55:01: Die Stimme von ihm.
00:55:02: Du hast dir jetzt die ganze Zeit ... Was hast du dir alles aufgeschrieben?
00:55:08: Ja, ich habe verschiedene Gedanken aufgeschreiben.
00:55:13: Das war D-Mut vorhin, hat mir noch gefallen.
00:55:16: Es gibt es heute eigentlich gar nicht mehr so oft.
00:55:19: Ich hab auch den Eindruck heute Abend ... Vor diesem Menschendémut spielt heute eine Rolle.
00:55:28: Respekt
00:55:30: und Demut.
00:55:31: Also von uns gegenüber dem Künstler?
00:55:33: Ja, finde ich auch, dass er jetzt noch spielt!
00:55:35: Und ich hoffe, du das bringst in der Zeitung.
00:55:40: diesen Gedanken
00:55:41: bitte.
00:55:41: Das hängt von ihm.
00:55:43: Ja aber doch... Das
00:55:44: hau'n ich vor ihm abseits des Schicksals.
00:55:46: Aber doch find's wichtig.
00:55:47: man muss sehen, er spielt noch, er ist noch auf der Bühne, er hat doch viele Menschen wieder ... Viele Menschen haben ihn auch gehört.
00:55:59: Die ganze Generation ist mit ihm groß geworden.
00:56:03: Erika
00:56:03: Stucki sagte, dass er noch schön gesagt hat ... Was auch immer der bringt, er ist seit sechzig Jahren da.
00:56:10: Er macht seit sechszehn Jahren Musik und schiebt schon so lange Lieder.
00:56:13: Der hat mir auf jeden Fall etwas zu erzählen.
00:56:16: Also das ist ... Die Gegenpart von denen, die sagen, dass sie aufhören können.
00:56:21: Ich würde es nicht mehr hören.
00:56:23: Hast du schon live gesehen?
00:56:25: Das ist deine Premiere!
00:56:27: Ja,
00:56:27: das meine Premiere.
00:56:28: Es ist spannend...
00:56:29: Ja, und ich finde auch irgendwie die Zeit.
00:56:32: Oder das war auch mit der John Bays oder Songs for Freedom?
00:56:38: Das finde ich diese Stimmung müsste mir eigentlich wieder ein bisschen hinkriegen.
00:56:43: Verfrieden weißt
00:56:45: du?
00:56:46: Ich finde es, man müsste eine Generation haben, die schon nie wieder Krieg vor Freedom.
00:56:53: Heute spricht man selten von wie erhalten wir unseren Frieden.
00:56:57: Macht mehr zu schaffen!
00:56:59: Das macht mir zu scharf.
00:57:00: Die Kinder, die ich jetzt grosse sehe und die Buben hier nicht mal einziehen müsste, das will ich nicht, dass sie eingezogen werden.
00:57:08: Es
00:57:08: ist eine ganz schwierige Zeit, in der wir sicher anders erlebt haben.
00:57:11: Es gab zwar immer einen Krieg, es gab auch immer Probleme.
00:57:15: Auch in Amerika von den Sechzigern war er sehr durchgeschüttelt nach dem Kennedy-Mord und mit einem Vietnamkrieg.
00:57:22: Aber es ist trotzdem irgendwo ... Die Zukunft hat meistens heller ausgesehen.
00:57:29: Heute ist es ganz anders.
00:57:30: Man hatte wie noch eine Vision, da kennen die zum Beispiel mein Vorbild.
00:57:35: Dann Bob Dylan kamen und dann die verschiedenen Albert Zweitz.
00:57:40: Heute haben die Jugendlichen ... Ich sage mal, ich bin nicht böse, wenn ich was sage, keine Vision mehr.
00:57:47: Sie möchten auch ein gutes Leben, sie möchten keinen Krieg haben.
00:57:51: Da kommst du als Lehrerin zu, das ist eine wichtige Rolle.
00:57:55: Was für eine Schule bist du?
00:57:57: Ich bin jetzt an einer Privatschule in Mutschellen im Aargau in Oberwilli.
00:58:02: Und welche Stufe?
00:58:03: Stufe
00:58:03: der ersten bis sechsten Klasse.
00:58:05: Also
00:58:07: sehr junge Schüler, die oftmals große Probleme haben aber sie erholen sich bei uns... Ausgezeichnet, muss ich sagen.
00:58:17: Für
00:58:17: die Zellste in einem Monat etwas über das Konzertgeburtstag?
00:58:20: Ja, das mache ich auf jeden Fall.
00:58:21: Offenlich gut!
00:58:22: Ja natürlich, nur gutes.
00:58:24: Danke vielmals an Sie aus Zürich, dass du da gewesen bist.
00:58:27: Vielen Dank.
00:58:31: Das war der Dylan Talk, Nr.
00:58:34: und wir sind hier im Studio von Radio SRF am ersten November.
00:58:38: Der Dylan eben zu Züri gastiert zum ersten Konzernzeit.
00:58:42: acht Jahre.
00:58:43: Bei mir war es Gast, Dominic Diller, der Schamarte Bütter und Manfred Papst.
00:58:47: Und natürlich Anne, nicht vergessen die glühende Dylan-Fans, Spezialistinnen, Spezialisten.
00:58:54: und Musik vom Bob Dylan haben wir jetzt einmal mehr gehört durch die Gitarre und durch das Stimm von Lukas Langeräcker.
00:59:00: Merci vielmals Lukas!
00:59:05: Und wir hören jetzt zum Schluss ein Song aus dem Sebenensechzig.
00:59:08: Das war so die Zeit, in der er mit der Band die Basement-Tapes aufgenommen hat und ich glaube das Lied ist sogar nicht von ihm zuerst rausgekommen sondern von der Band und er hat es ja glaube ich später auch noch einschalby released.
00:59:22: und ich wünsche euch allen ein schönes Konzert.
00:59:24: und merci vielmals Lukas
00:59:43: Duberstra.
00:59:48: Sie sagen, jede Distanz ist nicht nahe.
00:59:52: Also erinnere mich auf jeden Fall von jedem Mann, der mir hier betrifft.
01:00:10: Ich sehe mein Leben, ich bin
01:00:14: glücklich.
01:00:19: Ein Tag jetzt und ein Tag
01:00:26: jetzt, werde ich hier
01:00:35: geliebt sein.
01:00:36: Sie sagen jeder Mann hat meine Schutz.
01:00:56: Sie
01:00:57: sagten, dass ... Die Mann muss fall'n, yet I swear I'll be my reflection Some place so high above this wall.
01:01:23: I see my light come shining in the day now And a day now there shall be relief.
01:02:08: Next to me is
01:02:09: this lonely crowd Is a man who swears he's not too blame.
01:02:17: Wenn ich lange höre
01:02:25: und lache, habe er mir geimpft.
01:02:32: Mein
01:02:36: Leben kommt jetzt in die Nacht.
01:02:55: Und heute werde ich wieder geliebt!
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