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Dylan Talk Nr. 13: DIGNITY

Dylan Talk Nr. 13: DIGNITY

72m 9s

Der Journalist Manfred Papst, der Sinologie studiert und über die Übersetzbarkeit von chinesischer Lyrik geforscht hat, findet es fast unmöglich, Bob Dylan zu übersetzen. Das Problem dabei sei nämlich, dass man sich bei einer Übersetzung für eine Variante, also für das Eindeutige entscheiden müsse, wogegen das Original einen ganzen Hallraum an Bedeutungen mitliefere.

Papst suche gerne nach Lesarten in Dylans Texten, warnte aber davor, dessen Songs als Kreuzworträtsel zu betrachten, bei denen jeweils eine einzige richtige Lösung gesucht sei. Dylan spiele nicht Zitateversteckis, sondern streue, gleichermassen souverän wie sorglos, Verweise aus der Bibel oder aus der amerikanischen Folktradition in seine...

Dylan Talk Nr. 12: HARD RAIN

Dylan Talk Nr. 12: HARD RAIN

81m 12s

Unser Gastspiel in der Bleiche in Wald war ein voller Erfolg. Das Publikum, das sich für den Kölner Musiker Wolfgang Niedecken, auch bekannt unter dem Label 'Südstadt-Dylan', interessierte, wurde reich belohnt: mit Geschichten aus Niedeckens Leben und Gedanken zu dessen Verbundenheit mit Bob Dylan.

Viele BAP-Songs hätte es ohne Desolation Row nie gegeben – Dylans Musik habe ihm Mut gemacht, Lieder wie Kristallnaach oder Bahnhofskino zu schreiben, gestand Niedecken. Einige Dylan-Songs habe er direkt übernommen und frei auf Kölsch übertragen. In letzter Zeit wollte er sich mit seinen Übersetzungen aber weniger vom Original entfernen als früher.

Niedecken ist Bob Dylan in seinem Leben...

Dylan Talk Nr. 11: NOT DARK YET

Dylan Talk Nr. 11: NOT DARK YET

95m 6s

Das Setting des 11. Dylan Talks war einmalig und passte zum gesetzten Thema. NOT DARK YET war unser Leitfaden. Das Friedhof Forum Sihlfeld in Zürich hatte uns mit seiner Ausstellung über Songs, die den nahen Tod in den Fokus rücken, inspiriert. Der Titel der Ausstellung ist zwar YOU WANT IT DARKER, benannt nach einem Song und einem Album von Leonard Cohen. Da wir uns aber mit Dylan befassen, haben wir ihn kurzerhand umbenannt.

Katarina Holländer ist eine ausgewiesene Kennerin des Werks und der Auftritte von Bob Dylan. Sie erzählte über ihre zögerliche Annäherung an Dylan und liess uns in die...

Dylan Talk Nr. 10: TAMBOURINE MAN

Dylan Talk Nr. 10: TAMBOURINE MAN

78m 31s

Für einmal ist Röbi Koller nicht der Gesprächsleiter, sondern der Gast, der erzählt, warum er erst 50 Jahre nachdem er den ersten Song von Bob Dylan gehört hatte, zum wirklichen Fan wurde. Und wie er dessen Musik und dessen Live-Auftritte in den Jahren dazwischen wahrgenommen hat.

Das Gespräch fand im Bistro Rossi in Gockhausen statt. Für Musiker Lukas Langenegger, der in diesem Weiler bei Zürich lebt, ein Heimspiel! Auch ein Gockhauser ist der ehemalige Chefredaktor des Tages-Anzeigers Res Strehle. Er stellte Röbi Koller die Fragen zu Bob Dylan.

Dylan Talk Nr. 9: HOMESICK BLUES

Dylan Talk Nr. 9: HOMESICK BLUES

69m 50s

Der Musikjournalist Eric Facon lernte Bob Dylan über Umwege kennen. Als sein Vater von einer USA-Reise zwei LPs für ihn und seinen Cousin nach Hause brachte, nämlich Bob Dylan’s Greatest Hits und Sounds of Silence von Simon&Garfunkel, entschied er sich, nach dem Anhören beider Scheiben, für jene von Simon&Garfunkel. Trotzdem wurde er später zu einem grossen Bewunderer von Bob Dylan. «Heute besitze ich ungefähr 1.5 Laufmeter CDs von ihm!»

Im Dylan Talk erzählt Eric Facon über Coverversionen von Dylan-Songs, die es ihm angetan haben, über Dylan-Konzerte, die klangen, als wären es öffentliche Proben und über Dylans verschiedartige Stimmen, die er...

Dylan Talk Nr. 8: SLOW TRAIN

Dylan Talk Nr. 8: SLOW TRAIN

54m 17s

Benedikt Weibel hat von seinen Söhnen einmal eine Sammlung mit vielen Eisenbahnsongs geschenkt bekommen. Der gleichförmige Rhythmus, dem Rattern der Wagen auf den Schienen nachempfunden, sei ein typischer Sound dieser Lieder, findet er. Dass der frühere SBB-Chef Slow Train Coming nicht zu seinen liebsten Dylan-Songs zählt, kann man nachvollziehen. Schon eher wählt er It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry.

Als Bob Dylans Karriere begann, war Benedikt Weibel, aufgewachsen in Solothurn, noch ein Teenager. Das grösste damalige Ereignis in seiner Umgebung sei das Konzert von Peter Kraus im Parkhotel Grenchen gewesen, erinnert er sich. Später,...

Dylan Talk Nr. 7: SIMPLE TWIST

Dylan Talk Nr. 7: SIMPLE TWIST

62m 53s

Jean-Martin Büttner schreibt seit den frühen 80er Jahren über Rock- und Popmusik. Über Bob Dylan alleine hat er vermutlich hunderte Artikel geschrieben, genau lässt sich die Anzahl nicht mehr nachrechnen. Röbi Kollers Diskussionen mit Büttner über Bob Dylan waren bisher privat – diesmal tauschen die beiden sich öffentlich aus, vor interessiertem Publikum in der Café-Bar Nordbrücke in Zürich.
Büttner spricht über sein erstes Dylan-Live-Konzert (1978 unter 200'000 Zuschauern in Blackbushe bei London), über Dylans Weigerung, gefallen zu wollen ('Er kann Verehrung nicht ausstehen, fordert sie aber gleichzeitig permanent ein!') und darüber, dass über Dylans Texte auch nach Jahrzehnten gerätselt wird,...

Dylan Talk Nr. 6: TANGLED UP IN BLUE

Dylan Talk Nr. 6: TANGLED UP IN BLUE

70m 18s

Die Film- und Kulturjournalistin sowie Kunsthochschuldozentin Marcy Goldberg ist in Montreal/Kanada aufgewachsen und lebt seit 1996 in der Schweiz. Im Talk erzählt sie, wie sie als Frau von männlichen Dylan-Fans geprüft wurde und wie sie Bob Dylan als Schauspieler wahrnimmt. Lukas Langenegger spielt und singt Tangled Up In Blue, Don't Think Twice, It's All Right, North Country Blues, The Man In Me und Thunder On The Mountain. Zudem wollte Marcy Goldberg, die auch als Übersetzerin arbeitet, den Fokus auf Dylan-Übersetzungen legen und als Beispiel Polo Hofers Übertragung von Man In The Long Black Coat ins Berndeutsche hören: Maa im schwarze...

Dylan Talk Nr. 5: IT AIN'T ME, BABE

Dylan Talk Nr. 5: IT AIN'T ME, BABE

70m 32s

Der Journalist, Liedermacher und Autor Martin 'Hauzi' Hauzenberger bevorzugte anfänglich die Songs von Bob Dylan in Coverversionen von Hugues Aufray oder Peter, Paul & Mary, da ihm deren Gesang besser gefiel. Als Pfarrerssohn hatte er nämlich genaue Vorstellungen von schönen Stimmen. Nach und nach hörte er sich aber Dylans Musik genauer an und befasste sich intensiv mit dessen Texten. Inzwischen dauert Hauzis Faszination für das Werk Dylans schon mehr als 50 Jahre an. Im Dylan Talk erklärt er, wie der grosse Songwriter mit Reim und Rhythmus umgeht und wie er gesellschaftliche und politische Ereignisse in seine Lieder einfliessen lässt.

Dylan Talk Nr. 4: BEYOND THE HORIZON

Dylan Talk Nr. 4: BEYOND THE HORIZON

83m 34s

Als Bob Dylan 1962 nach New York kam, war Tinu Heiniger 16 Jahre alt. Die Musik des Amerikaners kam in seiner Welt damals noch nicht vor. Eher hörte er Jazz oder Mani Matter. Die Lieder von Dylan begegneten Heiniger zum ersten Mal bei einer Freundin, die in ihrer Plattensammlung auch LPs von Hannes Wader, Franz Josef Degenhardt und Wolf Biermann hatte. Als er Dylan zum ersten Mal live erlebte, durchfuhr es den Berner wie ein Blitz. Seither ist er überzeugt, Dylan habe die Seele auf seiner Zunge. Bei den Songs, die Tinu Heiniger auf Berndeutsch übertragen hat, achtete er immer darauf,...